Indonesien verlässt den runden Tisch für nachhaltiges Palmöl RSPO

Reuters berichtet heute, dass der Staat mit der weltgrößten Palmölproduktion, Indonesien den freiwilligen Round Table for Sustainable Palmoil RSPO verläßt.  

Die Indonesische Palmöl Association (Gapki) begründet den Schritt mit dem Vorhandensein einer eigenen Organisation namens "Indonesia Sustainable Palm Oil" (ISPO). 
Indonesien hat sich in der Vergangenheit häufig dem Vorwurf nicht nachhaltiger Praktiken ausgesetzt gesehen. Dem will Indonesien durch eine verpflichtende Mitgliedschaft in der ISPO begegnen. Hier ein Artikel aus Februar 2010 in der Jakarta Post zur Konzeption des ISPO. Aus Sicht eines Händlers ist der Schritt schwierig zu bewerten. Zu begrüßen wären verbindliche Selbstverpflichtungen der Plantagenbetreiber und Hersteller zu maximaler Transparenz. Selbst die strikten und für Kleinproduzenten fast undurchführbaren Regeln der EU zu Nachhaltigkeit, ignorieren das wesentliche Thema der Landrechte der Bevölkerung. Mit dem Ziel eine allgemeine Anerkennung innerhalb der WTO zu bekommen, ist nur eine tatsächlich nachhaltige Produktion für den weltgrößten Palmölproduzentenstaat zielführend. In wieweit dieses Ziel innerhalb der politischen und bürokratischen Strukturen von Indonesien genau so effektiv durchsetzen lässt wie z.B. in Malaysia, wird sich zeigen. 

 
Logistik für Pflanzenöl

Pflanzenöle sind ein relativ neuer Kraft- und Heizstoff mit neu entstehendem Händlernetz. Die Biomotor GmbH, als Betreiber eigener Pflanzenöl BHKW, bietet Palmöl Verträge inklusive Lieferung, insbesondere im westdeutschen Raum, an. Anfragen zur Versorgung für Ihr BHKW nehmen wir gern über das Formular "Kontakt & Anfrage" entgegen. 

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Nachhaltigkeit am Ende = Strom aus für den Mittelstand

Mit Aktenzeichen AZ:524-10014/0078 hat das Landwirtschaftsministerium und Bundesumweltministerium eine weitere Übergangsregelung für Pflanzenöl Blockheizkraftwerke erlassen. 

Wie in den vorherigen Erlassen ist durch die Maßnahme mehr Verunsicherung als Klärung und Schutz der mittelständischen BHKW Betreiber die Folge. Leider hat sich die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium Katherina Reiche nicht sonderlich mit den Belangen der ökologisch Vorteilhaften Technik Kraft-Wärme-Kopplung befasst.

Seit Anfang 2010 wartet der Verband für Kraft-Wärme-Kopplung vergeblich auf einen Termin.

In der Verordnung wird eine praktisch undurchführbare Regel angeboten. Den Anlagenbeitreibern wird Hohn gesprochen.

Durch die weit höheren Anforderungen an die Stromerzeugung in Pflanzenölanlagen als z.B. im Biodiesel, gibt es nicht ausreichend korrekt zertifiziertes Öl. Anstatt die geringeren Regeln der für Biokraftstoff anzulegen, werden die Wärmenutzer mitten im Winter auf klassische Energiestoffe wie Steinkohle gezwungen. Dies bringt einige Unternehmen in Existenznot. Ungefähr eine Milliarde Euro investiertes Kapital wird wertlos.

Anstatt, wie von uns dem BMU vorgeschlagen, die restliche im Tank verbliebene Ware soweit noch zu erlauben, wie bei Normalbetrieb seit dem letzten Tankvorgang im Jahr 2010 noch hätte verbraucht werden können, wird ein umständliches Verfahren gewählt, was die Anlagenbetreiber dazu zwingt, die Anlagen auszuschalten. 

Wenn die Anlage mit z.B. nur 500 Litern altem Öl ohne Zertifikat am 01.01.2011 weiter betrieben wird, dann soll der Anlagenbetreiber für alle Zeiten den Nawaro Bonus verlieren. Der Zweck des von Hermann Scheer geplanten Systems, war die Vermeidung von externen Kosten zum normalen Strommix in Höhe von 6 Cent pro kWh. Ein solcher ökologische Vorteil ist mit Pflanzenölkraftwerken deutlich besser als z.B. mit Biodiesel im Verkehr zu erzielen.

Das BMU hat diese Regel umgedeutet und behauptet seit 2009, der Nawaro Bonus wäre ein Nachhaltigkeitsbonus gegenüber dem Einsatz von Heizöl. Würde das BMU, wie von den wissenschaftlichen Beratern der Bundesregierung vorgeschlagen, die Beimischungsquote stoppen, dann könnten mit dem in Deutschland erzeugten Rapsöl leicht sämtliche BHkW Biostrom erzeugen, ohne dass auch nur ein Baum in Indonesien schief angesehen würde. 

Über die Ernährung hinaus verfügbare Menge Rapsöl ist zu erfragen beim DBFZ. Unser letzter Stand ca. 1 Million Tonnen in Deutschland. 

Deutsches Biomasse Forschungszentrum

Wissenschaftlicher Beirat Globale Umweltfragen 

Sachverständigenrat für Umweltfragen SRU 

 
EEG Gesetz zu flüssiger Biomasse angenommen

Um kurzfristige Marktengpässe zu verhindern hat der Deutsche Bundestag am Donnerstag, den 17. Juni 2010, ein Gesetz gegen die Stimmen der Fraktionen von SPD und Die Linke bei Enthaltung von Bündnis 90/Die Grünen beschlossen. Die Biomassestrom Nachhaltigkeitsverordnung soll für den Einsatz nachhaltig hergestellter Biomasse erst ab 1. Januar 2011 gelten. Die Pflicht zur Nachhaltigkeit leitet sich aus der EU Richtlinie 2009/28/EG ab. 

Aus Sicht der mittelständischen BHKW Betreiber ist die Kurzfristigkeit und Schärfe der Regulierung

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Studie zur Berichterstattung über Palmöl

Auf der UN Klimakonferenz in Kopenhagen wurde am 15. Dezember eine Studie über die massiven Angriffe auf Palmöl vorgestellt.

Eine Pflichtlektüre für Journalisten und insbesondere für die Fabrikanten der Biostrom Nachhaltigkeitsverordnung. 

 
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