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Reuters berichtet heute, dass der Staat mit der weltgrößten Palmölproduktion, Indonesien den freiwilligen Round Table for Sustainable Palmoil RSPO verläßt.

Die Indonesische Palmöl Association (Gapki) begründet den Schritt mit dem Vorhandensein einer eigenen Organisation namens "Indonesia Sustainable Palm Oil" (ISPO). 
Indonesien hat sich in der Vergangenheit häufig dem Vorwurf nicht nachhaltiger Praktiken ausgesetzt gesehen. Dem will Indonesien durch eine verpflichtende Mitgliedschaft in der ISPO begegnen. Hier ein Artikel aus Februar 2010 in der Jakarta Post zur Konzeption des ISPO. Aus Sicht eines Händlers ist der Schritt schwierig zu bewerten. Zu begrüßen wären verbindliche Selbstverpflichtungen der Plantagenbetreiber und Hersteller zu maximaler Transparenz. Selbst die strikten und für Kleinproduzenten fast undurchführbaren Regeln der EU zu Nachhaltigkeit, ignorieren das wesentliche Thema der Landrechte der Bevölkerung. Mit dem Ziel eine allgemeine Anerkennung innerhalb der WTO zu bekommen, ist nur eine tatsächlich nachhaltige Produktion für den weltgrößten Palmölproduzentenstaat zielführend. In wieweit dieses Ziel innerhalb der politischen und bürokratischen Strukturen von Indonesien genau so effektiv durchsetzen lässt wie z.B. in Malaysia, wird sich zeigen.